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Karate-Prüfung zum 5. Dan bestanden. PDF Print E-mail
Written by Administrator   
Thursday, 03 September 2009 21:12
Shihan Dell Hamby im “Swissbudo” Interview:
Der SMU-Delegierte und European Coordinator Dell Hamby hat in Okinawa die Karate-Prüfung zum 5. Dan bestanden. Hamby traf sich mit Swissbudo zum Photoshooting und Interview.
Swissbudo: Herr Hamby, können Sie unseren Lesern kurz etwas über Ihren Werdegang erzählen?

Hamby: Anfangs habe ich bei Takamiyagi Sensei im Chatan Dojo in Okinawa Shohei-Ryu (Uechi-Ryu) Karate trainiert. Später im Sommer 1999 begann ich parallel dazu unter Izumi, Akamine und Kuniyoshi Sensei mit dem Kobudo-Training. Seit meiner ersten Reise nach Okinawa 1996, habe ich die Inseln jedes Jahr - insgesamt über 20 Mal aufs Neue besucht um mein Kampfkunst-Studium stetig weiter zu vertiefen. Ich bin sehr glücklich, dass ich sämtliche Prüfungen im Shohei-Ryu Karate und Ryukyu Kobudo Hozon Shinko Kai direkt in Okinawa absolvieren konnte. Zur Zeit bin ich im Karate Shihan 5. Dan und Kobudo 4. Dan.
Swissbudo: In der kommenden Ausgabe des Shogun Magazins zeigen Sie sich überzeugt, dass es für Karateka positive Auswirkungen hat, wenn sie Kobudo trainieren?

Hamby: Ja, weil man sein Karate mit Kobudo hervorragend ergänzt. Je nach Karate-Stil lernt man auch neue Stellungen oder Bewegungen kennen. Die korrekte Stellung und insbesondere der richtige Einsatz der Hüfte sind Grundvoraussetzung um die Waffen optimal zu beschleunigen. Daher gilt das Hauptaugenmerk im Training auch auf diesen beiden Punkten, die eigentliche Bewegung der Waffe erfolgt immer zuletzt: Stellung, Hüfte, dann die Technik.
Swissbudo: Sie verbringen viel Zeit mit reisen, trainieren und führen dazu als European Coordinator auch die Vertretung des Verbands in Europa. Gibt’s da noch Platz und Zeit für eine Familie?

Hamby: Leider nicht, aber es hat auch seine Vorteile...
Swissbudo: Auch für die aktuelle Gürtelprüfung sind Sie wieder nach Okinawa gereist. Ein Traum, welcher sich viele Karateka erfüllen möchten – eine Prüfung direkt an der Quelle des Karate. Was bedeutet Ihnen die Prüfung zum 5. Dan?

Hamby: Das bedeutet unter anderem, dass ich auf Okinawa ein eigenes Dojo leiten darf... Die Prüfung für den 5. Dan in Okinawa ist für mich der Höhepunkt meines nun schon 21 Jahre andauernden Karate-Studiums (Shotokan 8 Jahre, Okinawa Karate/Kobudo 13 Jahre). Es ist die letzte formale Prüfung im Shohei-Ryu Karate. Während der Prüfung waren daher auch hochrangige Sensei bis zum 10. Dan anwesend. In den Wochen zuvor habe ich im Dojo von Yamashiro Sensei 8. Dan, unter anderem auf Okinawa trainiert und mich so ideal auf die Prüfung vorbereiten können.
Swissbudo: Mit Ryukyu Kobudo Hozon Shinko Kai orientiert sich der Schüler nicht an einem schnelllebigen Wettkampfkarate. So heißt es eher "back-to-the-roots". Welche Chancen bieten sich einem Karateka, wenn er in dieses System investiert?
Hamby: Kobudo ist für sich selber eine eigene Kampfkunst und ist daher bestimmt Wert näher kennen gelernt zu werden. Aufgrund der vielen verschiedenen Waffen ist es sehr auch sehr abwechslungsreich. Weiterhin ist es natürlich eine tolle Gelegenheit mit anderen Karateka aus verschiedenen Stilrichtungen gemeinsam zu trainieren.
Bericht: SB/pg
Bild: SBi
Last Updated on Thursday, 03 September 2009 21:19